- Die Veranlagung
zu Diabetes kann vererbt werden, aber nicht die Krankheit
selbst!
- Es muss nicht passieren, dass die Nachkommen
von Eltern/Großeltern mit Diabetes auch an Diabetes erkranken
werden
- Es gibt keine Garantie, dass Kinder von
Eltern, die nicht an Diabetes erkrankt sind, selbst kein
Diabetes bekommen werden
- Es gibt kritische Lebensphasen:
- 3. - 4. Lebensmonat
- 10. - 12.
Lebensmonat
- Ausnahmen sind immer möglich
- Es erkranken öfter Weibchen als Männchen,
diabeteserkrankte Weibchen sterben früher als Männchen
- Oftmals verfallen die Tiere kurz bevor sie
sterben in einen komatösen Zustand, die Giftstoffe werden nicht
mehr gefiltert und das Gehirn wird durch die Giftstoffe
ausgeschaltet. Ein Tier in so einem Zustand bekommt meist nichts
mehr mit und wird innerhalb von wenigen Stunden versterben. Dann
ist keine Hilfe mehr möglich (man kann das Tier vom TA
einschläfern lassen, das entscheidet der Tierhalter selbst)
Anzeichen von
Diabetes:
- Hyperaktivität/ständige Wachzeiten
- vermehrtes trinken
- Juckreiz kann vermehrt auftretten
- Der Urin riecht süßlich und klebt
- Auch Blasenentzündung oder
Nierenerkrankung (Bauchspeicheldrüse?) sind möglich bei diesen
Anzeichen
Wichtig!
- Bei Verdacht auf Diabetes den
Hamster mehrmals zu unterschiedlichen Zeiten nachtesten (Bsp mit
Combur²), Hamster in eine leere Transportbox setzen und warten
(höchstens 30 min, ansonsten abbrechen und ein andermal erneut
versuchen)
Beachten : bei
Aufregung und Stress schüttet der Körper Hormone aus, die sich
negativ auf den Test auswirken können und der Test wird verfälscht!


Therapiemöglichkeiten:
- Behandlung mit Pancreasome oral
und Globuli
- Globuli von Syzygium
jambolanum
plus Futterumstellung!
Ernährung (wichtigster Teil
einer Therapiemöglichkeit):
- Kein Obst und kein rot/gelbes
Gemüse, sondern nur “grünes/weißes” Gemüse (Bsp. Brokkoli,
Gurke, grüne Paprika, Zucchini, Salat und Sprossen)
- Sehr gut geeignet sind
Sojasprossen
- Aus dem Hauptfutter muss
aussortiert werden: Erbsenflocken, Mais, Johannisbrot, Rote
Beete, Möhrenflocken
- Diese schlechten Kohlenhydrate
meiden
- Tierisches Eiweiß + Proteine
sind das A und O
- Ruhig dem Zwerg öfter
Mehlwürmer und etwas fettreichere Nahrung anbieten (z. B.
Sonnenblumenkerne oder kleine Wallnuss-Stückchen. Diese Reserven
sind sehr wichtig für "schlechte Zeiten"
Pflegemaßnahmen:
- Tägliche Reinigung und
Desinfektion der Toilette
- Das Nestmaterial ersetzen wenn
es feucht ist
- Nach anderen Pipiecken suchen
(Streu kann schimmeln)
- Immer frisches Wasser und
genügend Trinkstellen zur Verfügung stellen!
- Regelmäßiges Wiegen und die
Ergebnisse notieren
Es gibt keine Heilung von Diabetes, da man solch kleine Nagetiere
nicht mit Insulin behandeln kann. Zum einen wegen der schwierigen
Dosierung und zum anderen wäre es für das Tier eine unbeschreibliche
Qual, täglich eine Spritze in den Bauchraum zu bekommen (da die
Venen für eine Spritze viel zu klein sind).
Es gibt zwei Typen von Diabetes: Diabetes kann entweder genetisch
veranlagt sein oder durch falsche Ernährung gefördert werden.
Gründe für vermehrte Fälle von Diabetes:
- Obwohl man vor allem bei Campbell-Zwerghamstern viel über
Diabetes hört, ist der wildlebende Campbell nicht übermäßig
diabetesveranlagt. Allerdings kann eine falsche Ernährung die
Erkrankung auch bei Nicht-Diabetikern aller Zwerghamster-Arten
fördern oder auslösen.
- Es wurde lange Zeit nicht oder viel zu wenig auf Diabetes
getestet. Einen Urintest sollte man möglichst mehrmals
wiederholen.
- Unverantwortliche Zucht nur auf Farbe. Den
Campbell-Zwerghamster gibt es in vielen attraktiven
Farbvarianten. Zugunsten einer tollen oder neuen Farbe wurde
teilweise die Diabetes-Problematik in den Hintergrund gerückt.
Zusammen mit dem nicht ausreichenden Testen konnte sich die
Krankheit damit über längere Zeit relativ ungehindert in der
Population ausbreiten.
- Zum Anderen war die Diabetes-Problematik vielen Haltern aber
auch Züchtern lange Zeit gar nicht so bewusst und Tiere wurden
nicht oder nicht regelmäßig getestet. Jetzt wo vermehrt getestet
wird, wird damit natürlich auch vermehrt Diabetes entdeckt
-

Dem kann man wie folgt entgegenwirken:
- durch Aufklärung über Diabetes
- durch regelmäßiges Testen
- durch verantwortliche Zucht (keine Zucht mit
Diabetes-Tieren)
- und eine artgemäße, möglichst an die natürlichen
Lebensbedingungen angepasste Ernährung
Obwohl Diabetes also nicht heilbar ist, kann man trotzdem eine
Menge tun, um dem Hamster das Leben zu erleichtern und zu
verlängern.
wir empfehlen bereits fertig gemischtes
Zwerghamsterfutter speziell für Campbells

oder selbst mischen
http://www.diebrain.de/zw-futter.html#Rezept


Haben sie Fragen
Schreiben sie uns eine E-Mail:
LeijonaCampbells@aol.com!